Veranstaltungsprogramm im April 2001

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 So., 01.04., 14.30 Uhr
Ausstellungseröffnung
"Abstrakte Landschaften" von Krzysztof Sprawka

Begrüßung:
Małgorzata Grudzińska, Direktorin des Polnischen Instituts, Düsseldorf

Einleitende Worte:
Gunter Demnig, Köln/Berlin

Öffnungszeiten:
01.04.-29.04.01; Mo. und Di. 11-17 Uhr, So. 15-19 Uhr,
bei Veranstaltungen und nach Vereinbarung (Gunter Demnig, Tel. 25 14 89)

Foto
    Krzysztof Sprawka

"Die Vision
... 1956 in Lublin/Polen geboren, profunde polnische Malausbildung, Paris-und-Holland-Studienreisen, Stipendienaufenthalte, Ausstellungen. Begabt und sensibel. In den Landschaften, die er malt, Licht als Urgewalt: perlt, bricht sich dann vom Wärmepunkt her unbeirrt Bahn durch innegehaltene Sturmwindbewegungen oder Meeressog. Goldgetaucht. Landschaften von entsetzlich-schöner Menschenferne. ... Forschen nennt er es und analysieren. Abstrakte Landschaften. Das Licht daraus verbannt. Atemberaubend weiterhin. "
                                                                        Auszug aus dem Text von Rita Breit, Neue Züricher Zeitung


 So., 01.04., 15.30 - 19.30 Uhr


Jazznachmittag

Lockeres (und leckeres) Treffen in zwangloser Atmosphäre:
Es spielen für Sie und Ihre Freunde Bodo Kutscher, Georg Lindemann, Lena Bloch,
Alexander Simonovski, Martin Quodbach, Michael Schöneich und viele andere gute Musiker.

siehe auch

(Eintritt frei)


 Mo., 02.04., 16-20 Uhr

Frauentreffen
"Homöopathie - was ist das?"
Dr.med. Ljubow Kaplun, Mitarbeiterin des Moskauer Homöopathischen Zentrums,
erzählt über ihre Erfahrungen und gibt Ratschläge.

Musikalische Umrahmung: Alexander Borodowski (Klavier).


(Eintritt frei)


 Di., 03.04., 19.30 Uhr

Russischer Abend
Der beste Kinderchor Russlands "Kantilena"
Im Programm: klassische und zeitgenössische Musik und Folklore


UKB 10 DM


 Mo., 09.04., um 19 Uhr

Russischer Literaturabend
Präsentation der russischen "Rheinischen Zeitung"
Ein Treffen mit der Redaktion und den Journalisten.
Moderiert: Daniil Chkonia

Veranstaltung in russischer Sprache

Eintritt frei


 So., 22.04., 15.30 - 19.30 Uhr


Jazznachmittag

Lockeres (und leckeres) Treffen in zwangloser Atmosphäre:
Es spielen für Sie und Ihre Freunde
Bodo Kutscher, Georg Lindemann, Lena Bloch,
Alexander Simonovski, Martin Quodbach, Michael Schöneich und viele andere gute Musiker.


(Eintritt frei)


 So., 22.04., 20.30 Uhr

S t e v e   R e i d      in concert
Foto   
Moderner Jazz.
Eigene Kompositionen mit Ethno-Einflüssen.

LENA BLOCH (ts) Israel
BORIS NETSVETAEV (p) Russland
CHRIS LACHOTTA (b) Deutschland
DANIEL BÜTTNER (b) Deutschland
STEVE REID (dr) USA

STEVE REID SPIELTE MIT: Freddie Hubbard, Jackie McLean, Martha Raye, Dionne Warrick, T-Bone Walker, Archei Shepp, Chief Bey, Olatungi, Arthur Blythe, Lester Bowie, Walter Davis, Charles MacPherson, Dexxtor Gordon, Gary Bartz, Curtis Fuller, James Brown, Martha Reeves, Dee Dee Bridgewater, Les Walker, David Murray, Sam Rivers, Peggy Lee, Leon Thomas, Guy Warren, Fela, Randy Weston, Mal Waldron, Marion Macparland, Chaka Chan, Cbo Didley, Fats Domino, Henry Threadgill, Miles Davis, Warren Smith, SUN RA, Lonnie Smith, Horace Silver, Barnum & Bailey Cirkus, Sounds In Motion Dance Troupe und vielen anderen.

UKB 15 DM


 Mo., 23.04., 19 Uhr

Russischer Film

Tragikomödie "Die Hochzeitsgesellschaft La Noce", 2000, 114 min, OF
Frankreich/Russland/Deutschland
Besondere Erwähnung für das Darsteller-Ensemble bei den Filmfestspielen in Cannes 2000
Regie: Regie: Pavel Lungin
In den Hauptrollen: Marat Bakharov, Maria Mironova, Andrei Panin, Alexander Semchev, Vladimir Zimonov, Maria Golubkina.

Der Regisseur lebt in Paris und gewann 1990 mit Taxi Blues in Cannes den Preis für die beste Regie.
Lungin siedelt seine Geschichte in der russischen Provinz an, um von traditionellen russischen Werten zu erzählen: Im Bergarbeiterdorf Lipski bereitet Mischa seine Hochzeit mit Tanja vor, die aus Moskau kommt und dort als Modell gearbeitet hat. Die Dorfbewohner halten sie für ein verdorbenes Mädchen und streuen üble Gerüchte über sie. "Ohne einen ehrlichen Mann kann ein Dorf nicht existieren" heißt ein russisches Sprichwort. Der mitunter etwas naive Mischa verkörpert den jungen ehrlichen und optimistischen Russen als Identifikationsfigur nicht nur für das Dorf, sondern für die russische Gesellschaft der Gegenwart. Die Geschichte zeigt einen schmalen Weg zwischen Realität und Phantasie. Sie fängt morgens am Hochzeitstag an, und geht am nähsten Morgen zu Ende. In diesen 24 Stunden passiert Einiges...

Moderation: Tatjana Kuschtschewskaja


UKB 5 DM


 Di., 24.04., 19.30 Uhr
Kroatischer Abend

Ivan Ott liest aus seinem Roman "Geraubte Kindheit".

Ivan Ott, ist Kroate, geb. 1934 in Zagreb. Er lebt seit 1961 in Deutschland, war viele Jahre Korrespondent verschiedener deutscher Tageszeitungen aus Zagreb, Belgrad, Leibach und Sarajewo.
Seit 1979 ist er als freier Journalist beim SWR Stuttgart, Red. "International" tätig.

"Geraubte Kindheit" ist eine autobiographische Schilderung der Ideologie und des Schreckens des Zweiten Weltkriegs. Es sind Kindheitserlebnisse. Als einer der Überlebenden Nachkriegsopfer Jugoslawiens erzählt Ott die Stationen einer furchtbaren Flucht, die Schrecken des Konzentrationslagers und des Überlebens - all dies mit den Augen eines erlebenden Kindes. Der damals 11-jährige flüchtete nach Österreich. Dort angekommen, wurde er jedoch von den Briten als Vertriebener zurück geschickt. Der Roman ist das Zeugnis einer Tragödie aus der unmittelbaren Nachkriegszeit der Jahre 1945/46 in Österreich und dem damaligen Jugoslawien, der insgesamt ca. 250.000 Menschen, Soldaten und Zivilisten slowenischer, kroatischer, deutscher und anderer Herkunft zum Opfer fielen.


Eine Veranstaltung der COLONIA CROATICA e.V.


(Eintritt frei)


 Do., 26.04., 20 Uhr

Russische Barden
Jewgenja Logwinowa, St. Petersburg und Nikolaj Jakimow, Moskau
singen Lieder zu Gedichten aus dem 20 Jhd.
von J. Brodskij, N. Gumilow, A. Tarkowski, Wl. Nabokow u.a.


UKB 15/10 DM


 Fr., 27.04., 21 Uhr


tickets Lange Nacht der polnischen Literatur

Literaturabend mit

Foto                 Foto             Foto                    Foto
Marek Bieńczyk                Natasza Goerke             Małgorzata Saramonowicz     Piotr Siemion
(Fotos von Bieńczyk und Goerke © Elżbieta Lempp)

Begrüßung
Dr. Winfried Gellner, Kulturamt der Stadt Köln

Einleitende Worte
Wojciech Jakubowski, Kulturattaché der Botschaft der Republik Polen - Außenstelle Köln

Musikalische Umrahmung
Iwona Jera (Gesang) und Arkadiusz Bleszyński (Gitarre)

Moderation
Albrecht Lempp, Kraków

Lesung in Deutsch
Wiesława Wesołowska und Hubert Wohlan

Eintritt frei

Ein Gemeinschaftsprojekt
                                            Foto                                                                    Logo
der Botschaft der Republik Polen-Außenstelle Köln    und    des Europäischen Kulturzentrums IGNIS e.V.

Die Veranstalter danken dem Kulturamt Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen für die freundlicher Unterstützung des Projektes.


Foto

Übersetzungen:
"Terminal"
Aus dem Polnischen von Karin Wolff
Verlag: Dr. Tibor Schäfer 2000


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Marek Bieńczyk wurde 1956 in Warschau geboren. Schriftsteller, Essayist, übersetzte Kundera, Cioran, Barthes, Lanzmann aus dem Französischen, ständige Mitarbeit bei der Pariser Zeitschrift "L'Atelier du roman".
Autor regelmäßig erscheinender Feuilletons über Wein in der "Gazeta Wyborcza".
Mehrfache Ehrung mit Literaturpreisen. Lebt in Warschau.

Die Bücher Bieńczyks beschreiben auf verschiedene Weise die schmerzhafte Erfahrung des Verlustes. Sie beschreiben sowohl den Verlust eines nahen Menschen als auch all jener, die im Schlund der Geschichte verschwanden, sowie den metaphysischen Verlust, der durch nichts auszugleichen ist.

"Krieg und Vernichtung sind für mich kein abgeschlossener Raum. Sie zwingen mich, ihnen mit meiner Erfahrung der Sprache und des Schreibens entgegenzutreten. Es geht mir jedoch nicht um eine rein philosophische oder theologische Reflexion über die Vernichtung. Es war gerade der Krieg, der mir die Konfrontation mit der Sprache und mit dem Roman abgerungen hat, die epische Ausdruckskraft, die literarische Selbstfindung, für die 'Tworki' steht."


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Natasza Goerke wurde 1960 in Posen geboren und studierte Polonistik und Orientalistik in Krakau, Posen und Hamburg. Hier lebt die Autorin seit 1985. 1994 erschien ihr erster Erzählband Fractale in Polen, dem 1997 die Erzählungen Ksiega Pasztetow folgten. Erzählungen aus beiden Bänden vereinigt ihr erster deutscher Erzählband Sibirische Palme (1997).
1993 erhielt Natasza Goerke den Literaturpreis der Zeitschrift Czas Kultury, 1995 erhielt sie ein Stipendium der Akademie Schloß Solitude.

"Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Dummheit, und die Feststellung 'ein Mensch, wie stolz das klingt', besiegelt diese Dummheit."
Über Prosa: "Wer die Fabel der Fabel wegen liebt, sollte Serien anschauen. Was mich betrifft, so entdecke ich, dass man mit Hilfe der Fabel die Beschreibung nicht so sehr verlängern wie vertiefen kann. Dies verlangt jedoch große Disziplin und Gewandtheit im Beschreiben. Und das gerade lerne ich. Mein deutscher Übersetzer sagte mir, dass er in der Regel nur Lyrik übersetzt, aber eine Ausnahme gemacht hat, weil das, was ich schreibe, eigentlich Lyrik ist."
Über die Emigration: "Emigration ist eine tolle Erfahrung, manchmal schmerzvoll, aber ungeheuer wertvoll. Man hat eine Wurzel, aber sie ist nicht da. Man spricht eine Sprache, aber sie ist nutzlos. Also ständiges Übersetzen, in Gedanken. Und Träumen in mehreren Sprachen. In der Sprache deiner eigenen Geschichte und in der Sprache des neuen Lebens: ein mentaler Turm zu Babel, wenn man sich aber nicht unterkriegen lässt, endet es gut."
Erschienen bei Rospo Verlag
Sibirische Palme
Erzählungen
Aus dem Polnischen von Henryk Bereska
88 Seiten, gb.
ISBN 3-930325-19-5

Abschied vom Plasma
Erzählungen
Aus dem Polnischen von H.P. Hoelscher-Obermaier
108 Seiten, gb.
ISBN 3-930325-31-4


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Erschienen bei Rotbuch Verlag 2000
"Schwester", Roman
Aus dem Polnischen von Ursula Kiermeier



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Małgorzata Saramonowicz, Prosaautorin, Essayistin, Journalistin.
1964 in Warschau geboren. Studium der polnischen Sprache und Literatur in Warschau, mehrere Jahre Redakteurin bei der Zeitung "Gazeta Wyborcza" und der polnischen Ausgabe der "Elle". Zur Zeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman. Lebt in Warschau.

"Małgorzata Saramonowicz ist etwas sehr Seltenes gelungen - ein Buch zu schreiben darüber, wie die Angst völlige Kontrolle über einen Menschen gewinnen kann", urteilte die Kritikerin Anna Pyżewska im "Kurier Poranny" über den Roman "Schwester".

Maciej Cisło über das Debüt von Małgorzata Saramonowicz in "Życie Warszawy":
"Das Buch dieser jungen Autorin ist angefüllt mit einer Atmosphäre aus Angst, sogar Grauen, und auch mit Gnostizismus: dem Monolog eines rätselhaften Insekts. Es gibt die Stimmen der Frau und des Mannes, und diese dritte ist vermutlich die des Teufels."



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Übersetzungen:
"Picknick am Ende der Nacht", Roman
Aus dem Polnischen von Esther Kinski
Verlag Volk & Welt 2000
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Piotr Siemion wurde 1961 in Polen geboren, lebte in Wrocław (Breslau) und verließ das Heimatland Ende der 80er Jahre. Lebt derzeit in der Nähe von New York, promovierte in Philosophie und Rechtswissenschaften an der Columbia University/New York, publizierte Übersetzungen aus der englischen und amerikanischen Literatur.

Der Verlag VOLK & WELT über "PICKNICK AM ENDE DER NACHT":
"In diesem Roman prallen die zwei Welten unseres Jahrhunderts aufeinander. Dabei fliegen die Fetzen und sprühen die Funken. Englischer Humor und polnische Melancholie gehen eine befreiende Symbiose ein, wenn die jungen Polen Carlos und Lidka und ein englischer Theatermann ihren Zauber verbreiten und den polnischen Realsozialismus lachend verabschieden."



Die von IGNIS/B 1 zu der Frankfurter Buchmesse 2000
herausgegebene zweisprachige Anthologie
der in Deutschland lebenden polnischen Autoren
"Napisane w Niemczech/Geschrieben in Deutschland"
350 Seiten, gb.
DM 18,--
ISBN 3-00-006516-4
können Sie bei uns kaufen.

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 So., 29.04., 15.30 - 19.30 Uhr


Jazznachmittag

Lockeres (und leckeres) Treffen in zwangloser Atmosphäre:
Es spielen für Sie und Ihre Freunde
Bodo Kutscher, Georg Lindemann, Lena Bloch,
Alexander Simonovski, Martin Quodbach, Michael Schöneich und viele andere gute Musiker.


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