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1.
Slawomir Mrozek 1.1.
Autorenportrait
Das wichtigste Theaterstück
Mrozeks „Emigranten“ ist 1974 im Ausland entstandenen. 1.2.
Zum Stück "Emigranten" ist ein schwarz-humoristisches Bühnenstück über das Thema Emigration und Integration. Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, hausen als Emigranten in einem Keller. Irgendein Zufall hat sie halt in diesem Raum zusammen geführt, den Intellektuellen und den Bauarbeiter - irgendwo unter der Treppe in irgendeinem Mietshaus, in einem Raum, wo nur Kabel und Rohre ihren Platz haben. Es ist Sylvester. Oben wird gefeiert. Unten auch. Allerdings etwas anders. Es ist ein sehr asketisches Drama, dessen Handlung aus einem Dialog zwischen zwei Personen besteht: einem politischen, sehr intellektuellen Emigranten und einem Arbeitsemigranten, Gastarbeiter, der ein intelligenter Grobian ist Der Text handelt von zwei Flüchtlingen, die aus
unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen haben. AA ist
Intellektueller, wurde als "Politischer" vertrieben. XX hingegen
ist Arbeiter und will nur möglichst viel Geld verdienen, um nach Hause
zurückzukehren. Zwei Clowns treffen aufeinander, der kluge und der dumme. 2. Die Projektidee
Die Themen der
Migration und Emigration sind uns sehr nah, weil wir selbst Emigranten, „die
Fremden in einem fremden Land“ sind. Um uns in der neuen Heimat, näher zu
kommen, wollen wir miteinander sprechen, sich unterhalten und mit Problemen
auseinandersetzen. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt verlassen ihre
Heimat, um ihren Lebensmittelpunkt an einen anderen Ort zu verlegen. Sie
machen es aus Tausend verschiedenen Gründen, aber Probleme mit denen sie sich
schlagen müssen, sind ähnlich. Sie gelangen an einen beliebigen Ort, zu einen beliebigen Zeitpunkt mit ihren Erfahrungen,
Kulturbelastungen, Erwartungen. Dann beginnt ihr Kampf, ums Leben und Tod. Es soll keine „Tabu“-Themen
geben, keine Geheimnisse, keine schamhafte Gebiete. Um Komplexe zu
überwinden, Unsicherheiten zu besiegen, wollen wir drüber sprechen, sogar
lachen, einfach ins Gespräch zu kommen, ohne dass der eine klüger, besser und
der andere dümmer oder schlechter ist. Ob es im Endeffekt lustig ist oder
nachdenklich macht ist zweitrangig. Unser Theaterprojekt soll einen Beitrag in der
Diskussion über Migranten und Migration in unserer
Gesellschaft leisten. 3.
Reflexionen zu Slawomir Mrozek „Emigranten“
Obwohl sie nur
mit Initialen AA und XX benannt wurden, die das Fehlen von individuellen
Zügen suggerieren könnten, sind sie zwei die psychologisch reichsten Helden
des Autors. Ihre Ziele sind sehr verschieden, der eine sucht im Westen die
seelische Freiheit, der andere die finanzielle. Diese Suche ist jedoch ein
Selbstbetrug. Der Intellektuelle wird in seinem Leben scheitern, sein Kamerad
wird nie in seine Heimat zurückkehren und ihm wird es nie gelingen reich zu
werden. Die Emigranten besitzen keine polnischen Akzente, ihre Probleme sind
universell, im Text gibt es keine Hinweise auf ihre politische Vergangenheit
und auf die Art der Arbeit in ihrer Heimat. Der Emigrantenstatus stellt hier
nur eine besondere Situation dar, in der die dramatischen Erlebnisse und
Paradoxe beim Suchen nach Freiheit entlarvt werden. In der ganzen Suche
erweist sich allerdings das Leiden als das wahrste Gefühl. Mrozeks Held weint
am Ende des Stückes und man kann deutlich erkennen, dass es ein ergreifendes,
bitteres Weinen ist, das Weinen eines
wirklich innerlich zerschmetterten Menschen. 4. Über uns Michal Nocon Geboren 1956 in Miechow (Pl) studierte Pädagogik und Journalistik in Krakau,
arbeitete 8 Jahre als Schauspieler und Regieassistent im Theater K.T.O.
Krakau und machte 1985/86 sein Regie- und Schauspieldiplom in Krakau bzw.
Warschau. 1988 dozierte er als Gastdozent am theaterwissenschaftlichen
Institut der Uni Köln. Als künstlerischer Leiter des freien Theaters Actors`Studio Pulheim schuf er bis heute
18 Inszenierungen und leitet Projekte seines Ensembles u.a. mit der Theaterhochschule Krakau und Arden School of Manchester. Michal
Nocon hat in mehrjähriger Arbeit seine
außergewöhnliche Trainingsmethode „Der menschliche Schauspieler“ entwickelt.
Menschliche emotionale Fähigkeiten
werden erforscht und erweitert. Alle Schauspielübungen werden unter einem
einzigen Aspekt durchgeführt: die
Gefühle der unwiederholbaren menschlichen Wesensart nicht auszulöschen. „Meine Grundforderung lautet Wahrheit
der Empfindung. Diese ist als Programm zur Erziehung des Verständnisses
und des Erlebens der Gefühle und der bewussten Auseinandersetzung mit
Empfindungen, die das menschliche Leben ausmachen, zu definieren. Die ganze
Schauspielausbildung ist eine
menschliche Auseinandersetzung mit vielen Ereignissen (Übungen) während des
Prozesses der Konfrontation mit dem eigenen Körper, der Stimme,
der Vorstellungskraft, des Gedächtnisses und mit den Gefühlen, die in jedem Moment - ob wir wollen oder
nicht – vorhanden sind.“ Das Ensemble Gdanska
Gdanska
ist seit sieben Jahren ein Synonym für Kneipenkultur in Oberhausen.
Kneipenkultur soll man pflegen. Nicht selten ist sie eng mit Tradition und
Gewohnheit verknüpft. Manchmall geht all dies noch
einen Schritt weiter. Im polnischen Restaurant Gdanska
wird Kultur nämlich als Gut betrachtet. Neben kulinarischen Spezialitäten,
sind es häufig Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte, die an den
Altmarkt locken. Regelmäßige
Konzerte (wöchentlich) Jazzige
Abende; Jazz-Karussell Klassische
Gitarre, Gitarrissimo, Bild-
und Fotoausstellungen, Open
Air Veranstaltungen: Partys, Straßentheaterfest- jährlich Teilnahme
an Kulturveranstaltungen der Stadt Oberhausen |
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