IGNIS e. V. Europäisches Kulturzentrum Köln

 

 

Veranstaltungsprogramm im Oktober 2012

 

Di, 02.10., 19.00 Uhr
FILMABEND ZU EHREN VON KAREN SCHACHNASAROW

Mi, 03.10., 15.00 Uhr
INTERKULTURELLES MÄRCHENFESTIVAL 2012

Do, 04.10., 16.00 Uhr
INTERKULTURELLER FRAUENTREFF

Fr, 05.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr
KLEZMERKONZERT

So, 07.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr
JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Do, 11.10., 16.00 Uhr
50+ ... NA UND? GESELLIGER NACHMITTAG FÜR JUNGE LEUTE ÜBER 50

Fr, 12.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr
POLNISCHER LIEDERABEND

So, 14.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr
JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Mi, 17.10., 19.00 Uhr
RUSSISCHER DOKUMENTARFILM

Fr, 19.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr
BLUESKONZERT EASY RIDER FEAT. BOGDAN SZWEDA

So, 21.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr
JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Do, 25.10., 16.00 Uhr
50+ ... NA UND? GESELLIGER NACHMITTAG FÜR JUNGE LEUTE ÜBER 50

Do, 25.10., 20.00 Uhr
GESPRÄCHSKREIS DES DEUTSCH-POLNISCHEN PHILOSOPHISCHEN VEREINS

Fr, 26.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr
LANGE NACHT POLNISCHER LITERATUR

So, 28.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr
JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Bis 30.11.2012
AUSSTELLUNG "COINCIDENCE III/2012"

 


 

Dienstag, 02.10., 19.00 Uhr (Eintritt frei)

FILMABEND ZU EHREN VON KAREN SCHACHNASAROW

Moderiert der Regisseur und Produzent Lev Molotnikov

Veranstaltung in deutscher und russischer Sprache

Karen Schachnasarow wurde 1952 in Krasnodar geboren. Schachnasarow begann

seine Karriere als Drehassistent, wurde dann Drehbuchautor und Produzent. 1983

feierten Kritiker und Publikum gleichermaßen ein Musical "Wir kommen aus dem Jazz".

In dem Film thematisiert Schachnasarow die Jazz-Anfänge in der UdSSR der Zwanziger

Jahre. Sein neuestes Werk, "Krankenzimmer Nr. 6", ist die Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Anton Tschechow über das Leben in einer psychiatrischen Anstalt. Die

Handlung wurde jedoch ins heutige Russland versetzt. Schachnasarow erhielt für seine

Filme vielfache nationale und internationale Auszeichnungen. Seit 1998 leitet

Schachnasarow die Mosfilm Studios, die bekannteste russische Filmgesellschaft und

einer der größten Filmkonzerne Europas. (aus Wikipedia)

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln 2012

 


 

Mittwoch, 03.10., 15.00 Uhr (Eintritt frei)

INTERKULTURELLES MÄRCHENFESTIVAL 2012

 

"Es war einmal..." von nah und fern Märchenhaftes in der Villa Ignis
Das interkulturelle Märchenfestival ist der Meilenstein im interkulturellen Köln. Hier präsentieren Künstler aus aller Welt die Märchen ihrer ursprünglichen Heimat. Sie werden vielseitig vorgetragen, auf hohem Niveau für Kölner jeder Couleur und aller Altersstufen. Märchen regen das Verständnis an und helfen uns die Helden, die Werte und den Glauben

der jeweiligen Kultur zu verstehen.

In diesem Jahr erwartet Sie wieder ein vielfältiges Programm - so vielfältig, dass es leider

noch nicht vollständig ist. Die bereits sicheren Darbietungen finden Sie im Folgenden.

Erika Wilches und Francis Cuellar - Theater: AYAHUASCA
Maria, eine ganz normale junge Frau in einem Dorf im Amazonasgebiet geht zu einem Schamanen, um das Ritual, die "spirituelle Reinigung" zu erleben. Dabei muss Sie einen Zaubertrank trinken, der ihren Körper schmerzlich reinigt und ihr hilft den Weg zu ihrer

Seele zu finden. Nach Zubereitung des Ayahuasca Getränks wird das rituelle ICARO 
gesungen, wir sehen die Symptome der körperlichen Reinigung und die Visionen von Maria. Bei der Inszenierung werden die Zuschauer mit Maria die Reise "zu ihrem tiefen ICH"
erleben - Als ob sie selbst dabei wären.

Mariana Kwa und Lena Simanjuntak „Die Frau am Ufer des Sees"
Dieses indonesische Märchen erzählt die Legende von der Entstehung des Toba-Sees
(Danau Toba) im Batakland/ Nordsumatra. Untermalt wird die Erzählung von einer pantomimischen Darstellung.

Rachid Allaqui "Die Legende von Hannibal und Hamilcar"
Der über den Rhein hinaus bekannte tunesische Maler erzählt uns seine  Geschichte von Carthago und seinem noch heute verehrtem Helden Hannibal. Illustriert von einem Werk
aus seiner eigenen Hand wird jeder für sich selbst entscheiden dürfen, wo das Fünkchen Wahrheit in dieser mitreißenden Sage liegt.

Marie Enganemben, Na Moulèma
Die begeisternde und begeisterte Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin inszeniert für uns
ein Märchen aus ihrer Heimat Kamerun.

Voraussichtlich wird auch Markus Reinhardt mit dabei sein, der uns musikalisch und erzählerisch in die Welt der Zigeuner mitnimmt sowie die türkisch-kölsche Indieband Kent Coda.

 

Programmplanung: Kölner Kulturklüngel

Die Texte der Märchen können in den Herkunftssprachen
und in Deutsch nachgelesen werden auf:
www.kulturkluengel.de

Licht: Garlef Keßler

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch eine Kooperation von IGNIS e. V.

und Kölner Kulturklüngel mit zahlreichen Organisationen und Initiativen

und findet 2012 zum 4. mal statt.

Gefördert durch RheinEnergie Stiftung Kultur

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln 2012

 


 

Donnerstag, 04.10, 16.00 Uhr (Eintritt frei)
INTERKULTURELLER FRAUENTREFF
Frauen jeden Alters sind herzlich eingeladen zu einem Treffen in lockerer
Runde zum gemütlichen Beisammensein und Erfahrungsaustausch.

 


 

Freitag, 05.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr (Eintritt frei)  

KLEZMERKONZERT 

mit Klezmer Duo Ruach:

Dorothea Hegeduess - Klarinette & Bogusław Hegeduess - Mandoline


Das hebräische Wort "Ruach" steht für "Geist" (bedeutet aber auch: "Luft", "Wind", "Odem", "Esprit", "Wille", "Intention"). Dorothea und Boguslaw begegneten einander vor über 10 Jahren. Sie - deutsche Jüdin, er - Pole ungarischen Familiennamens. Nach ihrer Hochzeit zogen sie aufs Land und ließen sich im Herzen des (polnischen) Netze-Urwaldes nieder. Dort folgten sie miteinander dem Ruf ihrer musikalischen Faszination: gemeinsam bearbeiten sie alte Klezmer-Melodien, die Dorothea im Elternhaus in sich aufnahm, von denen sie durchdrungen war. Heute interpretieren sie als Duo ein sehr breit gefächertes Repertoire jüdischer Melodien, die einst in Mittel- und Osteuropa ihren Ursprung nahmen. Die Musik leben sie als ihre Berufung. Sie selbst sagen: "Musik zu machen ist für uns wie diese reine Luft, die wir hier atmen." Sie versuchen, die um die Klezmer-Musik erwachsenen Klischees einzureißen, den wahren Glanz dieser Musik erstrahlen zu lassen, ihre melodische Ursprünglichkeit und den ihr eigenen Tanzrhythmus hervorzuheben. Ihre Musik bedeutet Tanz, Gesang und Gebet. Das Duo Ruach spielt Konzerte, nimmt Teil an Festivals, organisiert Bildungsveranstaltungen für Schulen, arbeitet mit Theatern zusammen, spielt auf jüdischen Hochzeiten. Es spielt immer und überall dort, wo Menschen der jüdischen Kultur begegnen wollen.

Dazu Gaumenfreuden nach Hausfrauenart aus der jüdischen Küche

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln 2012

 


 

Sonntag, 07.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr (Eintritt frei)  

JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Taurinta Rigertaite - vocals
Gert Kapo - piano
David Rival - electronics
Ahmed Eid - bass


Taurinta Rigertaite wurde in Vilnius, Litauen geboren, lebt seit acht Jahren in Deutschland.

Im Alter von 7 Jahren begann Sie Klavier zu spielen und zu singen. Taurinta verwandelt die idyllische Schönheit der weiten Ebenen Litauens in aufregende tranceartige Musik-Szenarien mit einer sehr persönlichen souligen Note. Dabei entstehen eigenwillige und unkonventionelle Momente, Songs von großer Intensität und Dichte, hier werden Volks-Themen mit "Bluenotes" ergänzt. Sie nimmt den Zuhörer auf eine imaginäre Reise, subtil und verspielt weist sie auf Parallelen und Einflüsse weit entfernter Kulturen zum Baltikum hin. Taurinta Rigertaite belebt die vergessenen heidnischen Klänge und bringt sie mit elektronischer und Jazz Musik zusammen.

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln 2012

 


 

Donnerstag, 11.10., 16.00 Uhr (Eintritt frei)
50+ ... NA UND?

Geselliger Nachmittag für junge Leute über 50
Schon wieder alleine vor dem Fernseher? Das muss nicht sein!
An jedem zweiten Donnerstag im Monat treffen sich bei uns junge Leute
über 50 und ihre Freunde.
Von 16.00 bis 17.00 Uhr findet eine Diskussion statt.
Nach der Diskussion gibt es heute ein Überraschungs-Menü für 1,50 €.
Danach tanzen wir oder reden einfach nur bei Kaffee oder einem Gläschen Wein
und einem leckeren Stück Kuchen. Genießen Sie mit uns einen wunderschönen
Nachmittag voller Überraschungen. Und lernen Sie nette Leute kennen. Bei uns
bleibt niemand allein!

 


 

Freitag, 12.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr (Eintritt frei)

POLNISCHER LIEDERABEND

Iwona Jera singt polnische Lieder

und vertonte Gedichte von Mascha Kaleko,
begleitet von Arek Błeszyński (Gitarre)

und Krzysztof Kozielski (Kontrabass)

 

Dazu Gaumenfreuden nach Hausfrauenart aus der polnischen Küche

 


 

Sonntag, 14.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr (Eintritt frei)

JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Vergessen Sie den Montag noch für ein Weilchen.
Genießen Sie lieber den Sonntagnachmittag!
Ein kühles Bier oder ein gutes Glas Wein, dazu Jazz vom Feinsten

mit Maximiliano Estudies ME Quintett
Daniel Filbert: Tenorsaxophon
Tobias Link: Posaune
Maximiliano Estudies: Vibraphon
Stefan Schönegg: Bass
Uwe Tontsch: Schlagzeug

Besser kann ein schönes Wochenende nicht ausklingen.

 


 

Mittwoch, 17.10., 19.00 Uhr (Eintritt frei)  

RUSSISCHER DOKUMENTARFILM

(10-jähriges Jubiläum des Dokumentarkino-Klubs)

 

Moderiert Kameramann Michail Kamionsky
Veranstaltung in russischer Sprache

Michail Kamionsky, geboren am 2.8.1934 in Moskau als Sohn eines der ersten russischen Toningenieure, Aleksandr Kamionsky, der für den berühmten Dokumentarfilmregisseur Dsiga Wertow arbeitete. 1957 kam Michail Kamionsky zum Filmstudio "Zentrnazfilm". 1967 schloss er im Fernstudium eine Ausbildung zum Kameramann am renommierten Gerassimow-Institut für Kinematographie (VGIK) in Moskau ab. Er drehte Lehr- und populärwissenschaftliche Filme und wurde für sein Schaffen zweimal mit dem Lomonossow-Preis ausgezeichnet. 1972 lernte Michail Kamionsky Wladimir Kobrin kennen, der gerade seine Laufbahn als Regisseur begann. Diese Begegnung gab seiner künstlerischen Arbeit eine entscheidende Wende. Mehr als zwanzig Jahre arbeiteten Kobrin und Kamionsky zusammen, bis zu Kobrins Tod im Jahr 1999. Zusammen mit dem Kameramann Valerij Iwanow drehte Kamionsky in dieser Zeit mit Wladimir Kobrin mehr als dreißig Filme, die bei internationalen Filmfestspielen in vielen Ländern gezeigt wurden ­ in Deutschland, Kanada, Japan, Italien, Indien und vielen anderen Ländern.

 


 

Freitag, 19.10., Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr (Eintritt frei)

BLUESKONZERT: EASY RIDER FEAT. BOGDAN SZWEDA

Bogdan Szweda (voice, guitar, dobro, slide)
Andrzej Wodziński (gitar, slide, voice)
Jarosław Wodziński (drums)
Jacek Gazda (e-bass)

 

Bogdan Szweda, bekannt als Bluesgitarrist und –sänger, Komponist und Arrangeur.

Wegen seiner Begeisterung für den akustischen Blues, ausgelöst von Sonny Terry &

Brownie Mc Ghee, entschließt er sich den Blues in seiner archaischen Form zu spielen.

Die Blueswelle, die ihn dann mit dem Erscheinen John Lee Hooker’s in seinem

künstlerischen Leben mit sich riss, bewirkte, dass ihn der Blues nie mehr verlassen wird.
Easy Rider - Blues-Rock Legende - nicht zuletzt gemeinsame Auftritte mit Blues Größen

wie Luther Allison, Buddy Guy, Junior Wells, Champion Jack Dupree und polnischen Musikergrößen wie SBB oder Czesław Niemen und Auftritte in Funk und Fernsehen

weltweit. www.bogdan-easyrider.com

 

Dazu Gaumenfreuden nach Hausfrauenart aus der polnischen Küche

 


 

Sonntag, 21.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr (Eintritt frei)
JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS
Vergessen Sie den Montag noch für ein Weilchen.
Genießen Sie lieber den Sonntagnachmittag!
Ein kühles Bier oder ein gutes Glas Wein, dazu Jazz vom Feinsten.

mit Sarajski-Stenzinger Band
Wilfried Sarajski: Piano
Rudolf Stenzinger: Bass
Bastian Rossmann: Drums

Besser kann ein schönes Wochenende nicht ausklingen.

 


 

Donnerstag, 25.10., 16.00 Uhr (Eintritt frei)
50+ ... NA UND?

Geselliger Nachmittag für junge Leute über 50
Schon wieder alleine vor dem Fernseher? Das muss nicht sein!
An diesem Donnerstag treffen sich bei uns junge Leute über 50 und ihre Freunde.
Von 16.00 bis 17.00 Uhr findet eine Diskussion statt.
Nach der Diskussion gibt es heute ein Überraschungs-Menü für 1,50 €.
Danach tanzen wir oder reden einfach nur bei Kaffee oder einem Gläschen Wein
und einem leckeren Stück Kuchen. Genießen Sie mit uns einen wunderschönen
Nachmittag voller Überraschungen. Und lernen Sie nette Leute kennen.
Bei uns bleibt niemand allein!
_______________________________________________________________________

Donnerstag, 25.10., 20.00 Uhr (Eintritt frei)
GESPRÄCHSKREIS
DES DEUTSCH-POLNISCHEN PHILOSOPHISCHEN VEREINS

Thema: "Gibt es ein absolutes Gut, das losgelöst von allen anderen Gütern
rein für sich besteht? "

Es ist nicht das höchste Gut, weil dieses im Bezug zu niedrigen Gütern steht.
Wer meint, das absolute Gut zu besitzen, fühlt sich berechtigt, die anderen Güter
als nicht existent zu betrachten. Diese Überzeugung führt zum fanatischen Handeln,
unabhängig davon, ob das Absolute in der Nation, Rasse, Arbeiterklasse, Vernunft,

Wissenschaft oder im Individuum gesehen wird. Mit dieser Frage werden wir
versuchen, unsere Erfahrungen aus unserer diesjährigen Reise in die Ukraine zu thematisieren.


Moderation: Dr. Marek Żmiejewski
Veranstaltung in deutscher Sprache

"...und so ist wirklich in allen Menschen, sobald Vernunft sich in ihnen
bis zur Spekulation erweitert, irgendeine Metaphysik zu aller Zeit gewesen,
und wird auch immer darin bleiben." Kant "Kritik der reinen Vernunft" (B 21).
Diese "natürliche Anlage" bildet die Grundlage für unsere Gespräche, die für
alle Interessierten offen sind.

 


 

Freitag, 26.10., 20.00 Uhr (Eintritt frei)

LANGE NACHT POLNISCHER LITERATUR

Literarisch-musikalischer Abend
mit DARIUSZ MUSZER und LESZEK SZARUGA 

Begrüßung:
Jolanta Róża Kozłowska, Generalkonsulin der Rep. Polen in Köln
und Dr. Winfried Gellner

Moderation:
Artur Becker und Manfred Mack

Lesung in Deutsch:
Bernt Hahn

Musikalische Umrahmung:
Arkadiusz Błeszyński (Gitarre) und Krzysztof Kozielski (Bass) 

Dariusz Muszer geb. 1959 im Lebuser Land in Polen, lebt seit 1988 in Hannover. Der Jurist und Emigrant ist Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er arbeitete u.a. als Musikant, Theaterleiter, Kellner, Taxifahrer, Journalist und Beleuchtungstechniker. Das Besondere an seiner Arbeit ist seine literarische Bilingualität: Er schreibt nämlich in zwei Sprachen
in Polnisch und Deutsch. Seit den frühen Achtzigerjahren veröffentlichte er in Polen bis heute zahlreiche Gedichte, Erzählungen, Essays, Romane und Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und bekam dort vor 1989 einige der wichtigsten literarischen Auszeichnungen, u.a. „Die rote Rose“ für Lyrik.  1987 erschien sein erstes Buch, das Gedichtheft Cudowny świat zepsutych mrówek (Die fabelhafte Welt der kaputten Ameisen). Es folgten dann die Romane Ludziojad (Leutenfresser, 1993), Niebieski (Der Blaue, 2004) und Lummick  (2009). In deutscher Sprache debütierte der klassische Grenzgänger als Romancier 1999 mit Die Freiheit riecht nach Vanille (in seiner eigenen Übersetzung Wolność pachnie wanilią, 2008), wofür er den Literaturpreis „Das neue Buch in Niedersachsen und Bremen“ bekam. Er veröffentlichte seitdem vier Romane. 2011 erhielt er das Arbeitsstipendium des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur für den Roman Schädelfeld. Zuletzt: Schädelfeld, Roman (Zürich 2012).

 

Leszek Szaruga ist ein Dichter, Literaturhistoriker und Übersetzer deutschsprachiger Literatur. In Polen hat der 1946 in Krakau geborene Lyriker, Essayist und Übersetzer 14 Gedicht- und Essaybände veröffentlicht. In Deutschland ist 1997 im Hamburger Rospo-Verlag der Gedichtband "Eiszeit Steinzeit" erschienen. Seit 1992 lehrt er an der Universität Stettin polnische Gegenwartsliteratur. Als Übersetzer hat er u.a. Else Lasker-Schüler, Johannes Bobrowski, Rose Ausländer und Sarah Kirsch ins Polnische übertragen. Szaruga zählt wie Adam Zagajewski zu den Dichtern der 68er-Generation; der "Nowa Fala" - der "Neuen Welle". Aus dieser Zeit stammt auch sein Pseudonym. Eigentlich heißt er Aleksander Wirpsza. "Szaruga" - zu Deutsch: "Sauwetter" - war damals Protest gegen die erstarrte realsozialistische Wirklichkeit. 1968 wurde Leszek Szaruga als aktives Mitglied der Studentenbewegung verhaftet und saß ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, verdingte sich danach als Schlosser, dann bei einer Hotelzeitschrift, nahm ein Fernstudium der Polonistik auf und promovierte über "Polnische Lyrik seit 1939". Seinen Namen als Dichter machte er sich überwiegend im literarischen Untergrund, wo seine Arbeiten bis zur Wende nur erscheinen konnten. Im Untergrund, dem sogenannten "zweiten Umlauf", war er auch als Redakteur der Zeitschriften "Puls", "Wezwanie" und "Wybór" tätig.

 

Artur Becker wurde 1968 in Bartoszyce (Bartenstein) im Norden Polens an der russisch-polnischen Grenze geboren. 1985 kam er als Spätaussiedler nach Westdeutschland, seit 1997 schreibt er auf Deutsch. Gedichte, Erzählungen, Romane. Zu seinen bekanntesten Prosawerken gehören Kino Muza und Wodka und Messer – Lied vom Ertrinken. Im Frühjahr 2010 ist beim Weissbooks Verlag sein neuer Roman Der Lippenstift meiner Mutter erschienen. Für sein literarisches Werk wurde er 2009 mit dem Adalbert-Chamisso-Preis ausgezeichnet, eine begehrte Auszeichnung für deutschsprachige Autoren, die aus einer anderen Sprachkultur kommen. In der Laudatio wird hervorgehoben, dass Beckers literarische Sprache „voll barocker Opulenz und Farbigkeit“ sei. Artur Becker selbst sieht sich als polnischen Autor, der auf Deutsch schreibt, als Europäer, immer wieder konfrontiert mit der Frage nach seiner Identität und immer auch als jemand, der die Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner alten Heimat in seine Texte einbaut. 

 

Manfred Mack geb. 1955. Historiker, Slavist, Studium in Tübingen und Krakau. Seit 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt. Literarische und wissenschaftliche Publikationsprojekte (u.a. Redakteur des „Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts“, Lehrwerke zu polnischer Literatur, Geschichte und Gesellschaft). Seine Liaison mit Polen begann 1971 im Schüleraustausch. Seither versucht er in verschiedenen Rollen seinen Landsleuten dieses Land näherzubringen: als Dozent in der politischen Bildung, als wissenschaftlicher Mitarbeiter, als Autor, als Übersetzer und als Rezitator polnischer Literatur. Polnische Freunde meinen, er hätte sich durch die Beschäftigung mit Polen zunehmend polonisiert. Er aber meint, dass die besten deutschen und polnischen Eigenschaften die Basis der deutsch-polnischen Verständigung sein sollten.

 

Weitere Veranstaltungsorte:
27.10. - Couven-Museum, Aachen
28.10. - Theater der Gezeiten, Bochum
29.10. - Westfalen-Kolleg, Paderborn

 


 

Sonntag, 28.10., Einlass 15.00 / Beginn 16.00 Uhr (Eintritt frei)

JAZZNACHMITTAG IN DER VILLA IGNIS

Vergessen Sie den Montag noch für ein Weilchen.
Genießen Sie lieber den Sonntagnachmittag!
Ein kühles Bier oder ein gutes Glas Wein, dazu Jazz vom Feinsten

mit Zolotov-Vascenko Band

Vitaliy Zolotov: Gitarre

Gleb Vascenko: Sax

David Rynkovski: Bass

Roland Höppner: Drums

Besser kann ein schönes Wochenende nicht ausklingen.

 


 

Bis 30.11.2012
AUSSTELLUNG

"COINCIDENCE III/2012 - Zusammentreffen in Köln"
Urszula Gołaszewska (Polen) Foto
Herbert Labusga (Polen) Objekte
Ralf Mazura (Deutschland) Malerei

Öffnungszeiten: So. 15-18 Uhr, bei anderen Veranstaltungen
und nach telefonischer Vereinbarung

 


 

IGNIS e.V. Europäisches Kulturzentrum
Elsa-Brändström-Str.
6, 50668 Köln
Tel. 0221/72 51 05
Email: info@ignis.org

 

U-Bahn Haltestelle: Reichenspergerplatz, Bus Linie 140


Besuchen Sie uns auch im Internet:
www.ignis.org

www.facebook.com/ignis.cologne