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Barbara Graf
Vita 1963 geboren in Winterthur-Schweiz Lebt und arbeitet in Wien und Kairo 1985 1990 Hochschule für angewandte Kunst Wien 1996 Stipendium und Atelier Shabramant, Kairo-Aegypten 1998 Cite Internationale des Arts, Paris seit 1988 Einzel- und Gruppenausstellungen in: der Schweiz, Österreich, Deutschland, China, Ägypten. Veröffentlichungen: 1989 1991 "Figuren ", 1994 "Sieben Objekte im Schuber", 1996 "Jumping out of one’s skin", 1997 "Zeichnungen " 1997 "Plattenkleid" |
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Die "Anatomischen Gewänder und Schachteln" Barbara Grafs sind aus Stoff und Karton angefertigt. Sie nehmen eine irritierende Position zwischen Skulptur und Kleidung ein. Die Beschäftigung mit dem Körper gestaltet sich vielseitig: ist einmal die Abwesenheit des Leibes das Thema (indem der Körper eine Hülle oder leere Figur hinterläßt), so steht alsbald der Zusammenhang des Einzelnen und des Ganzen im Zentrum. Die "Anatomischen Gewänder" lassen sich in ihre Bestandteile zerlegen und in Schachteln oder Taschen verpacken. Mobilität entsteht durch die Konstruktion, über die Funktionsweise und nicht zuletzt durch die Größe: die Skulptur als Handgepäck.
Am Körper getragen, wandelt sich der "praktische Alltagsgegenstand" zu einer einschränkenden Montur, Immobilität und Stillstand sind die Folgen. Die Körperskulptur beschreibt eine Dichotomie von Innen und Außen; tieferliegende Schichten des Körpers werden nach Außen getragen, Anordnungen umgestülpt. Die anatomische Ingenieurin läßt ein komplexes, praktisches und akribisch genaues Gesamtwerk entstehen: wie eine ausgebreitete anatomische Struktur bildet sich das Schnittmuster, nach diesem werden die Einzelteile angefertigt, eine Gebrauchsanweisung ermöglicht das stetige Zerlegen und Zusammensetzen.