Giorgio Bevignani
via San Giorgio 3644
40060 San Pietro Terme
Italien
Telefon: 0039/051/ 6957238

S t u d i e n
1986-1988
Spezialisierung Bildhauerei
Academia delle Belle Arti Brera, Mailand

1984-1986
Spezialisierung Bildhauerei
Academia delle Belle Arti, Bologna

1979-1981
Diplom in Angewandter Kunst,
(Arte Applicata), Istituto d'Arte, Siena

1976-1979
Diplom "Maestro d'Arte",
Istituto d'Arte, Perugia
A u s s t e l l u n g e n
1996
Gesamtausstellung der Werke Bevignanis,
Istituto La Lupa, Bologna, Italien

1995
Kollektivausstellung Galerie "Il Fienile",
Castel San Pietro, Italien

1994
Einzelausstelllung Galeria "Diners",
Santafé di Bogota, Kolumbien

1992
Einzelausstellungen, Galerie "39 Mercer Street"
und
1991
New York, USA

1990
Einzelausstellung im Studio des Künstlers,
Castel San Pietro, Italien

1981
Kollektivausstellung, Circolo d'Arte,
Siena, Italien
B ü h n e n b i l d e n t w ü r f e
1989
Bühnenbild für "Il Ritratto",
Theater "Delle Moline", Bologna

1989
Bühnenbild für "La Traviata",
Theater "La Morara", Bologna
R e g i e
1996
Regie des Stückes "Mirra",
Tanztheater "Spazio Alato", Bologna

1993
Regie des Stückes "Aut-Aut",
Tanztheater "Anfiteatro Cascine", Florenz

1992
Regie des Stückes "Terrae",
Tanztheater "San Leonardo", Bologna

1991
Regie des Stückes "Terrae",
"219 Greene Street", New York


Foto


STATEMENT ZUR KÜNSTLERISCHEN ARBEIT GIORGIO BEVIGNANIS
Giorgio Bevignani hat zu seinem künstlerischen Stil nach einem Kunststudium in Perugia, Studien in Siena und anschließender Spezialisierung auf Bildhauerei an der Academie delle Belle Arti in Bologna und Mailand gefunden.

Ab 1986 entwickelte er seine Kunst zur "Pittoscultura"/Bildskulptur - eine Kunstform, in der er Elemente aus Malerei und Bildhauerei zusammenfügt. Seine Werke sind daher dreidimensional - die bevorzugten Materialien waren zunächst Gips, Zement, Eisen, Holz, Trockenpigmente und Canvas. Später - nach einem mehrjährigen Studienaufenthalt in den USA - kamen synthetische und pflanzliche Wachse, Paraffin, verschiedenartige Teere und Peche und Terracotta dazu. Bevignani beschreibt sich nämlich als Forscher, der zwar seinem Stil treu bleibt, aber ständig auf der Suche nach neuen Materialien und Ausdrucksformen ist. Er empfindet dieses Forschen eher als ein Akzeptieren der Natur, der er begegnet, als ein allmähliches Wiedererkennnen der Natur und nicht eigentlich als Suche. Ein italienischer Kunstkritiker schrieb über Bevignani, daß sich der Künstler "der Natur zur Verfügung stellt und mit ihr zusammenarbeitet - dabei erschafft er selbst nur zu einem Teil das Kunstwerk, der andere Teil aber formt sich selbst aus der Materie" (Renato Barilli).

Anfangs strukturierte Bevignani die Oberfläche seiner Werke mit Hilfe unterschiedlichster Werkzeuge, aber auch mit seinen Händen. Er schuf so "Spuren" in Zement oder Gips, wobei er sowohl durch primitive afrikanische und europäische Zeichenmalerei als auch durch den Künstler Günther Förg inspiriert wurde. Bevignani wollte damit das "ursprünglich Primitive in seinem eigenen genetischen Code freilegen" (Zitat des Künstlers). Eine südamerikanische Kunsthistorikerin bezeichnete seine damaligen Arbeiten als "Resultat eines künstlerischen Prozesses, in dem sich das genetische Erbe durch das Unbewußte ausdrückt und so ins Bewußtsein gelangt... In diesem Prozeß sollen die Harmonie, das Schweigen und die Ruhe der Natur ausgedrückt werden" (Prof. Marta Elena Arango).

Später wurde sein Schaffen durch den amerikanischen Minimalismus sowie durch den Dekon-struktivismus Jacques Deridas inspiriert. Er experimentierte mit neuentdeckten Materialien und veränderte durch Erhitzen deren Form. Immer wiederkehrendes Leitmotiv bei den Arbeiten des Künstlers ist die Erforschung des "Dunklen" ("il buio") innerhalb der Materie - wo das Licht nicht eindringt - sowie der Grenzen zwischen Raum und Form und des Zusammenspiels der Farben, wobei die Farbe selbst den Raum formt.

Der Künstler gibt seinen Werken keinen Titel. Ein Titel würde seiner Ansicht nach schon Vorurteile schaffen. Daher empfiehlt der Künstler dem Betrachter, das Kunstwerk nicht verstehen zu wollen, sondern sich von dem, was er sieht ansprechen zu lassen: "...è venuto fuori dalla mia >>wildness<< e vuole stimulare la tua >>wildness<<" (Zitat des Künstlers).



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Öl auf Karton, 93 x 101 cm, 1994



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