|
|
Magnus von Stetten Simon-Meister-Str. 25 c, D - 50733 Köln Email:
1964 in Karlsruhe geboren 1985-88 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe 1988-94 Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig bei Prof. Bernd Minnich und Jürgen Meyer 1989/90 Mehrmonatige Reisen durch Nordafrika und Indonesien 1990-94 Tutorentätigkeit bei Bernd Minnich und Jürgen Meyer 1993 Diplom 1993/94 Meisterschüler bei Jürgen Meyer Seit 1995 freischaffend in Köln tätig 1997 Mitgründung vom Clouth Atelier Projekt (CAP) Seit 1998 Kuration der Projekte Fettes Land (gemeinsam mit Andrea Böning und Dagmar Hugk) |
|
|
Preise: 1991 1. Preis im Malereiwettbewerb der Alpirsbacher Galerie, Alpirsbach Ausstellungen/ Projekte (Auswahl) 2006 Orgelfabrik Karlsruhe (E) 2005 Yellow Pages, Musée dīart moderne et contemporain, Genf (K) 2004 Musterhaus, Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten, Berlin 2003 Kommen Sie nach Hause (Kuratorin: Steff Adams), Kinuta Fetagaya-ku Tokyo 10157-0073, Japan / Davisstraat 23-1, Amsterdam / Gereonswall 27 A, Köln Lange Nacht, Rauminstallation zur Langen Nacht der Museen, CAP-Hallen, Köln 2002 Kommen Sie nach Hause, Gereonswall 27 A, Köln 2000 Indépendance Hotel, Sihanoukville, Kambodscha 1999 Künstler aus Durlach, Orgelfabrik, Karlsruhe Fettes Ländle, Clouth-Werke, Köln Blickachse 99, Schloßpark Worms (K) Fettes Land, Kunsthalle Exnergasse, Wien 1998 Fettes Land, Kunstwerk, Köln 1997 ace To Face, Clouth Werke, Köln (K) 1994 Meisterschüler 94, Galeria Awantgarda, Breslau (K) Kunstverein Aurich 1992 Galerie KK im Fisch, Braunschweig (E) 1991 Aktuell, Alpirsbacher Galerie, Alpirsbach (K) (E) = Einzelausstellung (K) = Katalog |
|
Wahrnehmungsphänomene in den Bildern von Magnus von Stetten Magnus von Stetten untersucht in seinen Arbeiten optische Phänomene. Es sind gegenstandslose Bilder, die die Wirkung des Lichts auf die Farbe zum Thema haben. Die Farbe ist in mehreren transparenten Schichten ohne sichtbaren Pinselstrich aufgebracht. Aufgrund des objektiven Farbauftrags und der matten Oberfläche entsteht der Eindruck, die Farbe besitze Volumen und breite sich in den umgebenden Raum oder in die Wand hinein aus. Viele der Bilder beginnen bei längerer Betrachtung zu pulsieren; sie werden zu sich wechselseitig ausdehnenden und wieder zusammenziehenden Farbkörpern. Die stark ausstrahlende und - unterstützt durch den Simultankontrast - vibrierende Farbe scheint aktiv auf den Betrachter zuzudringen, wodurch sich zwischen ihm und dem Bild ein intensiv wahrnehmbarer farbenergetischer Raum, d.h. ein Kraftfeld aufbaut. Magnus von Stetten betont in einigen seiner Tafeln die optische Körperhaftigkeit zusätzlich, indem er als Bildträger dünne, gebogene Holzplatten verwendet, die oben und unten einen Abstand zur Wand besitzen. In den aus unterschiedlichen Weißtönen bestehenden Bildern sind mehrere Schichten weiß über monochrome Flächen verschiedener Farben gesetzt. Es entstehen so feinste Nuancen, die oftmals nur erahnbar scheinen. Das gleiche Verfahren wendet Magnus von Stetten auch in der Serie No Manīs Land an, in der er Lamellenvorhänge benutzt, wie sie aus Büroräumen und Arztpraxen bekannt sind. Teils bemalt, teils naturbelassen schichtet er die Module übereinander und nebeneinander auf die Wand. Wie in den Leinwandbildern empfindet der Betrachter die Farbe auch in diesen Wandarbeiten als ein für sich stehendes, eigenständiges Element. Farbe wird als Form von Energie wahrnehmbar. Dagmar Hugk, Köln Arbeiten |