PauL Van  Impe

 

Atelier

Speltkorenstraat 3

B - 9420 Burst

0032 (0)53 62 67 77

Handy 0032 (0) 497 41 82 62

e-mail: noellaghysels@pi.be

 

 

Kurze Vita

Geboren in Kerksken, 27. April 1951

 

 

 

 

 

 

 

Kunstausbildung

Städtische Kunstakademie Zottegem

– Erster Preis

Städtische Kunsthochschule Aalst

Staatliche Kunsthochschule Anderlecht – monumental Malerei

 

 

 

Gruppenausstellung

In öffentlichen Gebäuden, Kulturzentren, Galerien in Belgien, Paris, Maastricht, Lineart.

 

 

Ausstellung

In tonangebende Belgische Galeries in Brussel, Knokke, Lüttich, Kortrijk, Gent und Charleroi.

 

                                                                                  

 

 

Aufträge

Logo, Affiche, Neujahrskarte, Bebilderung Bücher

und Kalender.

 

Aktivitäten

Kunstlehrer privat, Mitglied KunstberatungsausschuB

Charleroi und Erpe-Mere.

Erzieherische Projekte in Schüle

 

 

Arbeiten in Privatbesitz

Belgien,

Frankreich,

Deutschland,

Niederlande,

Luxemburg,

Engeland,

Schweiz,

Amerika,

Singapur und Hong Kong.

 

 

 

 

 

 

A THREAD OF LIFE

 

Anfang neunziger Jahre

 

Paul Van Impe ist der Maler der weiblichen Nacktheit. Die Frau zieht sich wie ein roter Faden sein ganzes Oeuvre hindurch. Anfangs experimentierte er mit unterschiedlichen Stilen: realistisch, impressionistisch, magisch realistisch… manchmal sogar pathetisch. Die Kunstakademie in Anderlecht beeinflusste und begeisterte ihn. Unter Ihrer Impuls entwickelte er in seiner Werkstatt in Merelbeke einen ganz persönlichen Stil. Sehr passioniert und expressiv malt er mit dicken Pinseln und hellen Acrylfarben auf Tücher von Format. In der imaginären Komposition taucht eine zweite Figur auf, ein Gegen- oder Mitspieler, der entweder Spannung oder Ruhe und Gleichgewicht kreiert. Seine Gemälde erhalten damit eine psychologische Dimension. Mit karminroten Pinselstrichen auf Lippen, Busen und Nägel evoziert er absolute Sensualität. Als tüchtiger Zeichner zieht er einige zielsicheren Konturen als Finishing Touch. Ein solches Kunstwerk ist für den Zuschauer oft thematisch konfrontierend. Durch ein Fenster zeigt der Maler uns

die Intimität des Zusammenlebens.

 

Mitte neunziger Jahre

 

Im Maler Paul Van Impe lebt ein tüchtiger künstlerischer Zeichner, der in dieser Periode die Obenhand hat. Zur Zeit arbeitet er in seiner Werkstatt nach dem lebenden Modell. Kennzeichnend für seine Kunstwerke auf Papier oder Karton ist

der dominante jedoch elegante Strich mit Holzkohle oder schwarzer Kreide. Äußerst kräftig und in einer fließenden Bewegung bringt er jetzt andere Aspekte der Frau

im Bild. Sie ist traurig, wehmütig oder sie ist herausfordernd, spielerisch, erotisch.

Sie ist mächtig, sie ist die Meisterin der Männer im Dekor, oder sie wird gebraucht. Der Künstler kreiert die Sphäre der Boudoirs und des Nachtlebens. Er verstärkt

es sogar indem er schreibt: „les copins d’abord, les amants du dimanche,…“

Die Farbtone der stark verdünnten Acrylfarben sind sehr irdisch und warm: Terrakotta, Kupfer, Lava und natürlich auch die roten erotischen Akzente.

Der Maler hat Erfolg; sein Werk gefällt sowohl belgischen als auch ausländischen Kunstkennern. Privatkunstsammler in Luxemburg, Frankreich, Deutschland, Genf, Hongkong, Singapore, Amerika und… Sint-Martens-Latem besitzen ein Kunstwerk von Hand Paul Van Impe.

 

Ende neunziger Jahre

 

Trotz seinem Erfolg erfahrt Paul Van Impe einen neuen Drang zu Änderung:

er möchte andere Kunstwerke kreieren. Alle Körperstellungen, Ausdrücke und Botschaften waren erschöpft. Selbstkopien sind tabu; es sollte eine Erneuerung folgen. Er möchte seine Geschichte erweitern. In der neuen Werkstatt „Bigaro Noir“ in seinem Garten unter dem großen Kirschbaum, experimentiert er mit Farben und Kompositionen. Paul Van Impe ist kein zerebraler Künstler. Malen ist für ihn ebenso tief und spontan wie Bauchatmung. Der Aufbau, die Farbe, die Geschichte eines Kunstwerkes werden nie zuvor ausgedacht. Malend sucht er das Gleichgewicht,

die Spannung… bis es ihn befriedigt. In diesen Kunstwerken wird die Frau auf einen „Korpus“ zurückgeführt, umgeben von symbolischen Fragmenten: das Fahrrad ist die Freiheit, der Ausflug… die Fruchtschale ist die reife weibliche Frucht, die Blumenvase ist die Romantik, der Fisch… ist frei wie ein Fisch im Wasser.

Der Maler verwendet Ölfarbe und Acyl und malt auf Tuch und Holz. Er bringt einen Untergrund aus Papier an, dort wo die Nacktzeichnung kommen muss.

Im Jahre 1998 präsentiert er diese Kunstwerke in einer Ausstellung „Women’s secrets“ Gallery Argo – Knokke.               

Diese neue Wendung hat sein Publikum überrascht, es bleibt ihm aber die Treue halten.

 

2000

 

Aus der Kollagentechnik entwickelt sich im Jahre 2000 einen neuen Prozess. Der Maler baut seine Kunstwerke in drei Phasen auf. Zuerst wird die Grundlage geschaffen mittels Integrierung von Materialien allerhand – Dinge die er in seiner Werkstatt  bei der Hand hat: Papier, Karton, das Rohr eines geflochtenen antiken Stuhlsitzes, Papyrus aus Mauritius, Sand, farbige Erde aus Roussillon. Und erst wenn das Relief des Tuches ihm gefällt, fängt er zu malen an. Ölfarbe und Acryl sollten dann die unterschiedlichen Materialien in ein Ganzes zusammenfließen lassen.

Hierbei spielt die Substanz der Farbe, und allerdings auch der Farbton, eine Rolle. Paul sucht hierin ein äußerst individuelles Gleichgewicht. Der Zuschauer soll sich die Zeit nehmen um sich hierin einzuleben. Erst dann wird er in einem auf den ersten Blick chaotischen Farb- und Klecksespiel dennoch das subtile und leicht zerbrechliche Gleichgewicht, so wie der Maler selber es fühlt, erfahren.

Die letzte Phase ist die Zeichenphase. Die Geschichte, die Szene wird anhand von kleinen symbolischen Zeichnungen, kleinen Nacktfiguren und Textfragmenten aufgebaut.

Schließlich kreiert der Maler eine große Nacktfigur über alle Materialien und Farben hinüber. Dies ist ein delikater Moment für den Künstler. Die Zeichnung soll unmittelbar „treffen“. So nicht geht das ganze Kunstwerk verloren.

Der Künstler bleibt seiner ursprünglichen Inspiration und seinen Themen treu. Jedoch, dort wo vorher die Körperlichkeit der Frau benachdruckt wurde – ein menschliches und sexuelles Wesen mit Gefühlen und Sentimenten allerhand,
in Beziehung zu anderen Personen – stellt Paul Van Impe in seinen jüngeren Kunstwerken die Frau eher als räumliche und geistliche Anwesenheit – die mit unsichtbarer Hand ihre Umgebung und den Verlauf der Dinge gutheißt – vor.

Er zeichnet nur die Konturen eines Frauenkörpers; und erst wenn man sehr konzentriert zuschaut, werden diese Umrisse sich vergrößern und also das Tuch dominieren. Die Frau(en) ist(sind) auf den ersten Blick nur auf sehr „verschwommene“ Weise anwesend. Sie sind jedoch die „Kraft“ ihrer Umgebung, der Welt, des Weltraums.

Paul Van Impe ist jetzt der Maler der „Frau“.